Chapter 1

Chapter 1 of 1

Chapter 1: Ignition in Crimson Dust

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Schwer atmend lehnte Esra an der Wand des engen Flurs. Alkohol vernebelte ihr Gehirn, verwandelte die Realität in ein verschwommenes Chaos aus Bässen und bunten Lichtern, die noch immer vor ihren geschlossenen Augen tanzten. Gegenüber von ihrer Wohnungstür stand Aslan, der geheimnisvolle Nachbar, dessen bloße Existenz ihren Puls seit Wochen in unbarmherzige Höhen trieb. Seine kalten, stahlblauen Augen fixierten sie durch den Dunst ihrer Trunkenheit, dunkel und hungrig. Mit einem heiseren Lachen stolperte sie einen Schritt nach vorn, unfähig, den Blick von seinen Lippen abzuwenden. Plötzlich packte er ihr Handgelenk, zog sie mit einer solchen Wucht an sich, dass ihr der Atem stockte. Heißer Atem strich über ihre Wange, als er sie ohne ein Wort in ihre eigene Wohnung schob und die Tür hinter ihnen ins Schloss warf. Finger gruben sich tief in ihre Hüften, hinterließen brennende Spuren auf ihrer empfindlichen Haut. Keuchend riss sie an seinem Hemd, bis die Knöpfe sprangen und leise klackernd auf dem Parkettboden landeten. Er hob sie mühelos hoch, presste ihren Rücken gegen die harte Wand und zwang ihre Beine, sich um seine Taille zu schlingen. Ohne jede Spur von Zärtlichkeit, getrieben von einem wilden, alkoholgeschwängerten Verlangen, stieß er heftig in sie hinein. Scharf und laut entwich ein Schrei ihrer Kehle, halb Schmerz, halb pure, ungezügelte Ekstase. Harte, rhythmische Stöße erschütterten ihren gesamten Körper, raubten ihr jede Kontrolle und jeden klaren Gedanken. Sie krallte ihre Fingernägel tief in seine breiten, nackten Schultern, spürte das Spannen seiner Muskeln unter ihren Händen. Immer tiefer und schneller bewegte er sich in ihr, eine unerbittliche Naturgewalt, die keine Gnade kannte und keine Ausflüchte duldete. Schweiß glänzte auf ihren Körpern, vermischte sich in der Dunkelheit des Raumes zu einem berauschenden Film. Aslan knurrte tief in seiner Kehle, vergrub sein Gesicht in ihrem Hals und biss zärtlich, aber bestimmt in ihre weiche Haut. Wilde, animalische Lust übernahm die vollständige Kontrolle über ihre Sinne, trieb sie an den Rand des Wahnsinns. Minutenlang gab es nur das Geräusch ihrer aufeinanderklatschenden Körper, das laute Keuchen und die unerträgliche Hitze zwischen ihren Schenkeln. Ihre Muskeln verkrampften sich, als eine gewaltige Welle der Erlösung sie erfasste und ihren Verstand komplett verbrannte. Schließlich sackte sie erschöpft an ihm herab, die Stirn an seine Brust gelehnt, während ihr Herz wie verrückt raste. Gemeinsam sanken sie auf den Boden, umhüllt von der schweren, feuchten Luft des Raumes, unfähig, sich zu bewegen. --- Kalter Regen peitschte ihr ins Gesicht, riss sie brutal aus den warmen Erinnerungen zurück in die grausame Realität. Schritte hallten hinter ihr auf dem nassen, dreckigen Asphalt der dunklen Seitengasse wider. Drei Männer der gegnerischen Gang holten unaufhaltsam auf, ihre schweren Stiefel klatschten laut in die tiefen Pfützen. Ihre Lunge brannte wie Feuer, jeder Atemzug fühlte sich an wie flüssiges Glas in ihrer Brust. Sackgasse. Vor ihr ragte eine schmutzige Ziegelwand empor, versperrt von rostigen, überquellenden Müllcontainern. Langsam drehte sie sich um, die Arme schützend vor der Brust verschränkt, während ihr Atem in weißen Wolken in die Nacht entwich. Stämmig und bedrohlich trat der Anführer der Verfolger einen Schritt näher, ein langes, schmutziges Messer in der Hand. »Keine Bewegung, Süße«, knurrte er mit einer rauen, ekelerregenden Stimme, während seine Augen gierig über ihren Körper wanderten. Esra spürte, wie die pure Panik in ihr aufstieg, die Luft abschnürte und ihre Knie weich werden ließ. Zittern durchlief ihre Glieder, doch tief unter der Angst regte sich eine ganz andere, weitaus gefährlichere Kraft. Tief in ihrem Inneren erwachte die vertraute, glühende Hitze, die sie so verzweifelt zu unterdrücken versucht hatte. Dieses verfluchte, unkontrollierbare Geschenk, das ihr Leben in eine einzige Hölle verwandelt hatte. Greif nach mir, dachte sie verzweifelt, während sie die Augen schloss und auf das Unvermeidliche wartete. Schnell schoss der erste Handlanger vor, packte sie grob an den Handgelenken und drückte sie gegen die kalte Mauer. Kaum berührten seine schmutzigen Finger ihre nackte Haut, entfesselte sie die brodelnde Energie in ihren Adern. Goldenes, unsichtbares Feuer schoss durch ihre Bahnen direkt in den Körper des Mannes, der sie festhielt. Sofort veränderte sich sein Blick, die anfängliche Brutalität wich einer plötzlichen, absolut schockierenden Gier. Weit aufgerissene Augen starrten sie an, erfüllt von einer unkontrollierbaren, alles verzehrenden Lust, die ihn völlig lähmte. Keuchend sank er auf die Knie, seine Hände krallten sich hilflos in ihren Mantel, während er winselnd nach mehr verlangte. Zwei weitere Männer sahen fassungslos zu, doch ehe sie reagieren konnten, stürzte sich Esra mit letzter Kraft nach vorn. Ihre Handflächen trafen ihre Gesichter, nackte Haut auf nackte Haut, und die elektrische Ladung entfachte sofort dieselbe Wirkung. Unaufhaltsame, primitive Lust explodierte in ihren Gehirnen, löschte jeden rationalen Gedanken innerhalb einer Sekunde aus. Wimmernd und schluchzend begannen die drei Männer, sich am nassen Boden zu winden, völlig gefangen in dem unerträglichen Verlangen. Übelkeit stieg in Esras Kehle auf, als sie das erbärmliche, tierische Schauspiel vor ihren Füßen betrachtete. Grauenhafte Erinnerungen blitzten vor ihrem inneren Auge auf, rissen alte, nie verheilte Wunden brutal wieder auf. Damals, in jener verhängnisvollen Nacht im Club, hatte sie zum ersten Mal die Kontrolle über diese verfluchte Gabe verloren. Männer hatten sich wie tollwütige Bestien gegenseitig zerfleischt, nur um einen einzigen, winzigen Blick von ihr zu erhaschen. Blut und zerrissene Kleidung hatten den Boden bedeckt, während sie hilflos und starr vor Entsetzen zugesehen hatte. Zitternd wich sie jetzt zurück, die Hände fest gegen ihren eigenen Körper gepresst, um niemanden mehr versehentlich zu berühren. Lautlos löste sich eine dunkle Gestalt aus den tiefen Schatten der nahen Hauswand. Groß, breit gebaut und mit Schritten, die so leise waren wie die eines lauernden Raubtiers im Unterholz. Eisige, stahlblaue Augen blitzten im schwachen, flackernden Licht der kaputten Straßenlaterne auf. Erschrocken hielt sie den Atem an, während ihr Herz schmerzhaft gegen ihre Rippen schlug. Seine Stimme klang tief, rauh und unendlich gefährlich. »Du kommst mit mir, kleiner Funke.«

End of Chapter 1

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